Aktuelles

Neue Adresse!

Die Seemannsmission verlässt ihren alten Standpunkt im Stephaniviertel und zieht in das Lichthaus gegenüber der Waterfront.

Der Vorteil: Die Nähe zu den Industriehäfen. Durch diesen Standort verringern wir unsere Fahrzeit enorm und können Nachmittags schneller bei den Schiffen im Industriehafen sein.

Labskaus Essen 2019


Die Traditionelle Benefizveranstaltung der Bremer Seemannsmission e.V. fand in diesem Jahr am 24.10.2019 in der Kulturkirche Bremen satt.

Programm:
18.00 Uhr:  Ankunft mit Sektempfang
18.30 Uhr: Begrüßung, Dr. A. Hindriksen, Vorstandsvorsitzender BSM
                    Bericht: M. Deppe, Leiter der BSM
                    Rede von H.- W. Monsees Leiter des Havariekommandos
19.30 Uhr Suppe&Labskaus
20.30 Uhr HafenRevue Highlights (Gesang und Theater aus Bremen)
21.30 Uhr Nachtisch und Verabschiedung  
22.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Bremer Seemannsmission e.V. bietet Seeleuten aus allen Ländern
der Welt ein „Zuhause in der Fremde“. Ihr Einsatz für die Schifffahrt und unsere Häfen ist von enormer Bedeutung.
Seeleute sind es, die unsere Versorgung mit Gütern aller Art sicherstellen. Wir unterstützen die Würde der Seeleute so gut wir können.

Hier können Sie die Ansprache von Dr. Arendt Hindricksen aus 2018 nachlesen: 

 

Ein Dank an Alle, die an diesem Abend dabei waren und somit zu dieser sehr gelungenen Veranstaltung der Bremer Seemannsmission e.V. beigetragen haben. 

 

Dr. Arendt Hindriksen, Vorsitzender der Bremer Seemannsmission e.V.:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde der BSM

 

Herzlich willkommen zu unserem diesjährigen Labskausessen. Schön, dass sie wieder da und wieder dabei sind.

Unser diesjähriges Labskausessen, heute hier in der Kulturkirche, das hat natürlich seinen Grund. Seit 62 Jahren war die BSM im Jippen 1 beheimatet, 62 Jahre haben wir vom Jippen aus unserer Sozialarbeit für die Seeleute aus aller Welt zur Unterstützung ihrer Würde getätigt. Und nun ist diese Episode der BSM im Jippen 1 vorbei, endgültig. Der Vertrag mit einem Bremer Investor über den Verkauf unseres Hauses ist unterschrieben. Das Haus wird abgerissen und es wird hier ein neuer Wohnkomplex entstehen.

Die wirklich gute Nachricht. Wir haben ein neues Domizil gefunden und zwar da, wo wir auch hingehören, in die Nähe des Hafens, im alten Betriebsgewerkschafts¬gebäude von Use Akschen. Sie sind herzlich eingeladen, uns in unseren neuen Räumen in der Hermann-Prüser-Str. 4 zu besuchen. Sie sind dort jederzeit herzlich willkommen.

Ich möchte die Gelegenheit nicht verpassen, mich zunächst im Namen des Vorstands zu bedanken. Bei Ihnen, die sie heute so reichlich hier anwesend sind und weil wir auf Ihre Spende für unsere Seemannsarbeit angewiesen sind. Wie wichtig diese Arbeit auch heute noch ist, oder gerade heute noch ist, wird von anderer Stelle noch beleuchtet werden. Mein Dank geht heute an die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die wir unsere Arbeit nicht leisten können. Mein Dank gilt ebenso den FSJlern, mittlerweile sogar vier junge Leute, die uns hier unterstützen, mein Dank gilt den 2 hauptamtlichen Mitarbeitern, und, das sei hier auch noch erwähnt, herzlichen Dank auch an die ehrenamtlichen Mitglieder des Vorstands der BSM.

Wir sind alle ein wenig erleichtert, dass wir nach den Turbulenzen der Auflösung des Seemannsheims nun wieder in ruhige Fahrwasser eingefahren sind. Wenn sie den Vorstand der BSM als Rederei vergleichen mögen, dann haben wir seit dem 1.8.2018 einen neuen Kapitän eingestellt, Herrn Diakon Magnus Deppe, der sich ihnen noch anschließend vorstellen wird. Herzlich Willkommen Magnus Deppe als Leiter der BSM in unserem Team.

Ganz besonderen Dank gilt auch unseren Sponsoren, die Firma Menke Menu, die in Vertretung von Frau Lauenroth uns die Ehre gibt, an unserem Sponsorenessen teilzunehmen. Weiterhin herzlichen Dank an die Rederei Slomann Neptun und der Familie Lohmann, die uns alljährlich den ausgezeichneten Wein zur Verfügung stellt, Dank an die elko Veranstaltungs-service GmbH und an Cotaque, die uns mit Licht und Ton versorgt.

 

Der November 2018 ist nicht nur für die BSM ein historisch wichtiges Jahr: vor hundert Jahren meuterten in WHV die Seeleute und verhinderten das Auslaufen der Deutschen Marine in den sicheren Tod. Vor diesen Seeleuten habe ich unwahrscheinlichen Respekt und frage mich, warum die deutsche Geschichte sie nicht entsprechend ehrt.

Im November 1938, also vor 80 Jahren, wurden Menschen aufgrund ihrer Glaubenszugehörigkeit von einer aufgewühlten Masse denunziert, geschlagen und verprügelt, gedemütigt, ihres Eigentums beraubt und ermordet.

Heute erleben wir wieder eine Hetzjagd auf Menschen, die anders sind, die als Flüchtlinge bezeichnet werden und denen einige die Würde absprechen, die sie von sich selbst erwarten.

Und heute müssen Seeleute auf den Schiffen im Mittelmeer erleben, wie tausende von Menschen ertrinken, weil die Rettung dieser Frauen, Kinder und Männer zunehmend kriminalisiert wird.

Die evangelisch-reformierte Kirche hat die Bundesregierung aufgefordert, sich für das Rettungsschiff „Aquarius 2“ einzusetzen und es unter deutsche Flagge zu stellen. Sie wissen es vielleicht: Die Aquarius 2 ist das letzte private Rettungsschiff, das im Mittelmeer Flüchtlinge aus Seenot retten will.  Es gehört einer Bremer Reederei und wurde von den Hilfsorganisationen „SOS Mediterranée“ und „Ärzte ohne Grenzen“ gechartert. Laut internationalem Recht muss jeder Mensch in Seenot gerettet werden – egal, ob es sich um einen leichtsinnigen Freizeitsegler handelt oder um einen armseligen Schwarzafrikaner. Und eine unterlassene Hilfeleistung wird nach dem deutschen Grundgesetz bekanntlich sogar bestraft.

Wir dürfen, ja wir sollten uns nicht daran gewöhnen, dass Menschen als Menschen zweiter oder dritter Klasse behandelt werden.

Sagen wir Nein zu rechtspopulistischen Vereinfachungen und Nein zu einer menschenverachtenden Demagogie. 

Die Würde aller Menschen ist unantastbar, gleich welcher Ethnie, welcher Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Religion.

Als Seemannsmission unterstützen wir die Würde jedes einzelnen Seemanns und wollen ihm ein Stück Heimat, ein Stück Geborgenheit in der Fremde bieten. Das machen wir, das ist unsere Arbeit, tagaus, tagein.

Und deswegen ist die Arbeit der Seemannsmission so wichtig, und das nicht nur für die Seeleute. Wir nehmen die Würde aller Menschen ernst und kämpfen gegen jede unwürdige Behandlung. Damit sind wir als Seemannsmission Vorreiter für eine Globalisierung der Würde, der Menschlichkeit und der Offenheit.

Und dass sie hier diese unsere Arbeit durch Ihre Anwesenheit und ihre Spende unterstützen, dafür danke ich Ihnen im Namen der BSM ganz herzlich.

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen und unterhaltsamen Abend, gute Gespräche und freue mich nun auf die Ausführungen unseres neuen Leiters der BSM, Herrn Diakon Magnus Deppe.

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